Windows Diagnose Tool

Windows Diagnose Tool für den IT-Support

Ein Diagnosewerkzeug muss im Support-Alltag zwei Dinge leisten: es muss ohne Vorbereitung auf einem fremden Arbeitsplatz laufen, und es muss Daten liefern, die man ohne Rückfragen beurteilen kann. Diese Seite beschreibt, wie admin-tools das löst und wo die Grenzen liegen.

Was ein Windows Diagnose Tool im Support leisten muss

Der typische Fall: ein Anwender meldet „das Netzwerk ist langsam“ oder „ich komme nicht auf das Laufwerk“. Der Support kennt das Gerät nicht, sitzt nicht davor und hat keine Zeit für eine Fernwartungssitzung mit halbstündiger Terminfindung. Gebraucht werden deshalb nicht mehr Werkzeuge, sondern belastbare Ausgangsdaten.

Windows-Arbeitsplatz mit Diagnosebericht, daneben Router und Cloud – die erfassten System- und Netzwerkdaten werden vom Arbeitsplatz aus übermittelt.
Erfasst wird auf dem Arbeitsplatz des Anwenders, ausgewertet wird zentral: die Batch-Datei liest System- und Netzwerkdaten aus und übermittelt das Log per HTTPS.
  • Startbar ohne Vorbereitung. Keine Installation und keine Softwareverteilung. Die vorgesehenen Prüfungen sind grundsätzlich für normale Benutzerrechte ausgelegt; einzelne Ergebnisse können abhängig von der Umgebung eingeschränkt sein.
  • Nachvollziehbar für den Anwender. Wer eine Datei ausführen soll, muss sehen können, was sie tut. Die ausgeführten Befehle stehen deshalb im Klartext in der Batch-Datei.
  • Alle ausgewählten Prüfungen in einem Durchgang. Systemdaten, Adapter, IP-Konfiguration, Erreichbarkeit, DNS, Routing und WLAN werden gemeinsam erfasst. Ein zweiter Anruf für einen vergessenen Befehl kostet mehr als die Erfassung des gewählten Prüfungsumfangs.
  • Auswertbar statt roh. Eine 4.000 Zeilen lange Textdatei ist kein Ergebnis. Die Werte müssen gruppiert und mit Kennzahlen wie Paketverlust oder Adapterstatus versehen sein.

Ablauf einer Diagnose

SCHRITT 1 SCHRITT 2 SCHRITT 3 SCHRITT 4 Prüfungen undZiele festlegen Batch-Dateiverteilen Anwender startetdie Datei Auswertungim Browser
Der Administrator konfiguriert einmalig, der Anwender führt nur aus. Die Übermittlung erfolgt automatisch per HTTPS oder als manueller Upload.
KONFIGURATION

Prüfblöcke auswählen und Ziele für Ping, Traceroute und Namensauflösung eintragen – etwa den Terminalserver oder das Standort-Gateway.

VERTEILUNG

Die erzeugte Batch-Datei enthält einen individuellen Token und kann an mehrere Anwender weitergegeben werden.

AUSFÜHRUNG

Doppelklick, Fortschrittsanzeige, Ende. Die Diagnoseabfragen sind überwiegend lesend. Zusätzlich schreibt die Batch-Datei eine lokale Logdatei, lädt sie je nach Einstellung hoch und löscht sie nach erfolgreichem automatischem Upload.

AUSWERTUNG

Jede eingegangene Diagnose erscheint einzeln, nach Diagnoseblöcken gruppiert und mit Kennzahlen versehen.

Welche Daten das Tool erfasst

Der Umfang richtet sich nach den ausgewählten Prüfungen. Möglich sind Betriebssystem und Build, Systemtyp, Hersteller, Modell, BIOS, Arbeitsspeicher, Sicherheitsfunktionen, Prozesse und Treiber sowie auf der Netzwerkseite Adapter, IP-Konfiguration, DHCP, Gateway, DNS-Server, Ping-Ergebnisse, Traceroute-Hops, DNS-Cache, ARP- und Routing-Tabelle, aktive Verbindungen und die vollständige WLAN-Information inklusive sichtbarer Netze.

Die einzelnen Bereiche sind auf der Seite Windows Diagnosefunktionen beschrieben. Wie eine fertige Auswertung aussieht, zeigt die Beispielauswertung einer Windows-Systemdiagnose.

Unterschied zur manuellen Abfrage

Alle erfassten Werte lassen sich auch einzeln mit Windows-Bordmitteln abfragen. Der Unterschied liegt nicht in den Befehlen, sondern in Vollständigkeit und Aufbereitung.

AspektManuell am TelefonMit admin-tools
Aufwand für den AnwenderBefehle diktieren, Ausgabe abtippen oder abfotografierenEine Datei starten
VollständigkeitNur das, woran man im Gespräch gedacht hatAlle vorher ausgewählten Prüfungen in einem Durchgang
VergleichbarkeitJeder Fall sieht anders ausImmer dieselbe Struktur, auch über mehrere Geräte
KennzahlenWerden von Hand aus der Ausgabe gelesenPaketverlust, Adapterstatus und Prüfungsanzahl werden berechnet
DokumentationNotiz im TicketLogdatei und Auswertung bleiben abrufbar

Grenzen des Werkzeugs

admin-tools dient der Erfassung von Diagnosedaten. Zum technischen Ablauf gehören eine lokale Logdatei und je nach Einstellung deren Upload und anschließende Löschung. Es ist bewusst kein Fernwartungs-, Monitoring- oder Reparaturwerkzeug:

  • Keine Fernsteuerung und kein Zugriff auf den Bildschirm des Anwenders.
  • Keine dauerhafte Überwachung – jede Diagnose ist eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Ausführung.
  • Keine Änderungen an Konfiguration, Registry oder Diensten.
  • Die vorgesehenen Prüfungen sind grundsätzlich für normale Benutzerrechte ausgelegt. Einzelne Ergebnisse können abhängig von Windows-Version, Richtlinien, Hardware, Konfiguration und Berechtigungen eingeschränkt sein; erhöhte Rechte können je nach Umgebung erforderlich sein.