Diagnosefunktionen für Windows und Linux
Je nach gewähltem Betriebssystem führt admin-tools auf einem Windows- oder Linux-System eine festgelegte Reihe von Prüfungen aus und schreibt die Ausgaben in eine Logdatei. Diese Logdatei wird ausgewertet und nach Themen gegliedert dargestellt. Welche Prüfungen laufen und welche Ziele abgefragt werden, legt der Administrator vorher fest; das erzeugte Windows- oder Linux-Diagnosewerkzeug enthält die dafür erforderlichen Befehle.
Windows Systeminformationen
Betriebssystem und Build, Systemtyp, Hersteller, Modell, BIOS-Version, Systemgebietsschema und Arbeitsspeicher. Dazu kommen sicherheitsrelevante Angaben wie Secure Boot, DMA-Schutz und virtualisierungsbasierte Sicherheit sowie laufende Prozesse und installierte Treiber. Damit lässt sich vor jeder weiteren Analyse klären, ob überhaupt das erwartete Gerät und der erwartete Patchstand vorliegen.
Netzwerkadapter und IP-Konfiguration
Alle installierten Adapter mit Verbindungsname, Beschreibung, Status, physischer Adresse und Verbindungsgeschwindigkeit. Je Adapter werden IP-Adressen, Subnetz, Standardgateway, DHCP-Status, DHCP-Server und die eingetragenen DNS-Server erfasst. Ein Adapter ohne Verbindung oder eine unerwartete APIPA-Adresse fällt so unmittelbar auf.
Ping, Traceroute und Erreichbarkeit
Ping-Prüfungen mit gesendeten und empfangenen Paketen, Paketverlust in Prozent sowie minimaler, mittlerer und maximaler Antwortzeit. Traceroute zeigt den Weg zum Ziel Hop für Hop inklusive Zeitüberschreitungen. Die Ziele für Ping und Traceroute sind frei konfigurierbar, sodass sich auch interne Server, Terminalserver oder ein Standort-Gateway prüfen lassen.
DNS und lokale Netzwerkinformationen
DNS-Namensauflösung für frei wählbare Hostnamen, der lokale DNS-Cache und die ARP-Tabelle mit den Nachbarn im gleichen Segment. Zusätzlich werden die Windows-Proxy-Einstellungen und gemappte Laufwerke erfasst. Das trennt Namensauflösungsprobleme sauber von Verbindungsproblemen.
Routing und aktive Verbindungen
Die Routing-Tabelle des Arbeitsplatzes mit Zielnetzen, Schnittstellen und Metriken sowie die aktiven Netzwerkverbindungen. Damit werden falsche statische Routen, ein zusätzliches VPN-Interface oder eine unerwartet aktive Verbindung erkennbar.
WLAN-Diagnose
Für die aktive WLAN-Verbindung werden Schnittstelle, Adapter, Treiber und Treiberdatum, SSID und Profil, Funktyp, Frequenzband, Kanal, Signalstärke, Authentifizierung und Verschlüsselung ausgelesen. Ein schlechtes Signal, ein 2,4-GHz-Fallback oder ein veralteter WLAN-Treiber ist damit belegbar statt vermutet.
WLAN-Umgebung und gespeicherte Profile
Alle vom Gerät sichtbaren WLAN-Netze mit SSID, Band, Kanal, Signalstärke und Verschlüsselung sowie die Namen der lokal gespeicherten WLAN-Profile. So lassen sich Kanalüberlappungen, Fremdnetze auf demselben Kanal und veraltete Profile am Standort des Anwenders beurteilen.
Voraussetzungen und Ablauf
Die Diagnose benötigt keine Installation. Die vorgesehenen Prüfungen sind grundsätzlich für die Rechte eines normalen Windows-Benutzers ausgelegt; einzelne Ergebnisse können jedoch abhängig von Windows-Version, Konfiguration, Richtlinien oder verfügbaren Berechtigungen eingeschränkt sein. Der Anwender startet die Batch-Datei, die Prüfungen laufen der Reihe nach mit Fortschrittsanzeige, und das Ergebnis wird entweder automatisch per HTTPS übertragen oder bleibt lokal für einen manuellen Upload liegen. Die Zuordnung zur passenden Abfrage erfolgt über einen individuellen Token, der zur serverseitigen Prüfung und Zuordnung gegen einen gespeicherten SHA-256-Hash geprüft wird. Der Uploadtoken ist auch Bestandteil der erzeugten Diagnose-Logdatei und kann mit ihr sowie im gespeicherten Rohlog auf dem Server vorliegen.
Wie eine fertige Auswertung aussieht, zeigt die Beispielauswertung einer Windows-Systemdiagnose. Welche Daten gespeichert und wann sie gelöscht werden, steht in der Datenschutzerklärung.
Themen im Detail
Zu einzelnen Bereichen gibt es ausführliche Seiten mit Grenzwerten, Beispielausgaben und Interpretationshilfen:
- WLAN Diagnose unter Windows – Signalstärke in Prozent und dBm, Kanalüberlappung im 2,4-GHz-Band, Treiberstand
- ipconfig /all auswerten – Bedeutung der Felder und typische Fehlerbilder
- Paketverlust unter Windows prüfen – Ping, Traceroute und pathping richtig lesen
- Windows Diagnose Tool für den IT-Support – Ablauf, Vergleich zur manuellen Abfrage und Grenzen
- Helpdesk Tool für Windows-Diagnosen – Einsatz im 1st-Level-Support